Besondere Pferderassen – Criollo, Knabstrupper und Co.

Es ist immer nützlich über ganz besondere Pferderassen Bescheid zu Wissen und so Mitreden zu können. Daher haben wir hier einmal etwas außergewöhnliche Pferderassen zusammen mit den wichtigsten Informationen zusammengestellt, um so einen guten Überblick schaffen.

 

American Paint Horse

Das American Paint Horse stammt aus Nordamerika.
Seine Größe schwankt zwischen 148 cm und 160 cm.
Farben: Plattenschecken mit Tobiano- oder Overozeichnung

Das Gebäude:

  • Kopf: kurz, keilförmig, kleine feste Maulpartie, starke Ganaschen, breite Stirn, stark ausgeprägte Stirnmuskeln, gerade Nasenlinie, großes intelligentes, freundliches Auge, kleine feingeformte, bewegliche Ohren
  • Hals: genügend lang, leicht im Genick
  • Körper: Rechteckformat mit langer Schulter, kurzer Rücken, lange, schräge Kruppe, gut ausgeprägter, nicht zu hoher Widerrist, der weit in den Rücken hineinreicht, genügend Brustbreite, nicht zu lange Beine, starke Bemuskelung, besonders in der Hinterhand
  • Fundament: trocken, korrekt, nicht zu kleine Gelenke, kurze Röhrbeine, kleine, harte Hufe
  • Bewegungsablauf: elastisch mit weicher Rückentätigkeit, korrekt, taktmäßig mit gutem Antritt aus der Hinterhand (Sprintvermögen), der abrupte Stops und engste Wendungen auf der Hinterhand im Galopp ermöglicht
  • Einsatzmöglichkeiten: vornehmlich Familienfreizeitpferd, auch geeignet für die verschiedenen Reitweisen der Westernshow-Disziplinen, Distanz- und Geländereiten, Rennpferd (Sprintstrecken)
  • Besondere Merkmale: gutartiges, freundliches Wesen, angenehmes, agiles Temperament, “cow-sense”, nervenstarkes, intelligentes, aus dem Quarter Horse hervorgehendes Pferd im Stock-Typ

American Quarter Horse

Das Quarter Horse stammt aus Nordamerika.
Es erreicht eine Größe von etwa 1,50 m.
Alle Farben kommen vor.

Das Gebäude:

  • Kopf: kurz; keilförmig; kleine feste Maulpartie; starke Ganaschen; breite Stirn, stark ausgeprägte Stirnmuskeln; gerade Nasenlinie; großes intelligentes, freundliches Auge; kleine feingeformte, bewegliche Ohren
  • Hals: genügend lang; leicht im Genick
  • Körper: Rechteckformat; lange Schulter; kurzer Rücken; lange, schräge Kruppe; breite Stirn; gut ausgeprägter, nicht zu hoher Widerrist, weit in den Rücken hineinreichend; Brust genügend breit; nicht zu lange Beine; starke Bemuskelung, besonders in der Hinterhand
  • Fundament: trocken; korrekt; nicht zu kleine Gelenke; kurze Röhrbeine; kleine, harte Hufe
  • Bewegungsablauf: elastisch mit weicher Rückentätigkeit, korrekt, taktmäßig mit gutem Antritt aus der Hinterhand (Sprintvermögen), der abrupte Stops und engste Wendungen auf der Hinterhand im Galopp ermöglicht
  • Einsatzmöglichkeiten: vielseitig verwendbares Familienfreizeitpferd, ebenso geeignet für den Turniersport und die verschiedenen Reitweisen des Westernshow-Disziplinen, Distanz- und Geländereiten, Rennpferd (Sprintstrecken)
  • Besondere Merkmale: gutartiges, freundliches Wesen, angenehmes, agiles Temperament, nervenstark und intelligent mit “cow-sense”

Andalusier (Pura Raza Espanola)

Die Herkunft des Andalusiers ist Spanien.
Die Größe beträgt bei Hengsten ca. 152 cm, bei Stuten ca. 150 cm. Diese Pferderasse kann in allen Farben, außer Füchsen und Schecken, auftreten.

Das Gebäude:

  • Kopf: mittlere Länge; rechteckig; trocken; subkonvexes Profil; gut platzierte, leicht auseinanderlaufende Ohren mittlerer Länge; breite, leicht gewölbte Stirn; lebhafte Augen; Nüstern weit offen; breiter Kiefer
  • Hals: leicht gewölbt, mittellang, gut aufgesetzt; dichte, seidige Mähne
  • Körper: Rücken muskulös; kurze, breite Lendenpartie; breite, mittellange, leicht abfallende Kruppe; tiefer Schweifansatz; Schweif muss angelegt sein; schräge, muskulöse Schulter
  • Fundament: elastische, nicht zu lange Fesseln; kompakte Hufe; kräftige Sprunggelenke; Röhrbeinumfang bei Hengsten 21 cm, bei Stuten 20 cm
  • Bewegungsablauf: energische, raumgreifende kadenzierter Bewegungen mit hoher Knieaktion; gut untertretende Hinterhand
  • Einsatzmöglichkeiten: Freizeit, Dressur mit besonderer Eignung für die Hohe Schule; Fahren; Herdenarbeit (in Spanien Stierkampf)
  • Besondere Merkmale: mutig, edel, anpassungsfähig; widerstandsfähig; menschenbezogen mit besonderer Veranlagung für versammelte Lektionen

Criollo

Der Criollo kommt ursprünglich aus Südamerika, namentlich Argentinien, Uruquay, Brasilien und Chile.
Er wird etwa 145 cm groß.
Farben: alle Farben, gedeckte Farben werden bevorzugt, Overos sind erlaubt, Tobianos werden nur in Uruguay und Brasilien akzeptiert

Das Gebäude:

  • Kopf: kurzer Kopf, kurzes Nasenbein, gerades oder konvexes Profil, kleine Ohren, große, ausdrucksvolle Augen, über den Rand der breiten Stirnfläche hinausgehend, große stark bemuskelte Ganaschen
  • Hals: Ansatz am Körper breit und weit, kräftig, muskulös und mittellang, auch bei Stuten; im Genick breit, mit üppiger Mähne
  • Körper: im Rechteck stehend, wenig Widerrist, der sehr weit hinten im Rücken liegt, viel Rumpftiefe, halbschräge Kruppe, tiefer Schweifansatz mit sehr kurzem Bürzel, der nur wenig betragen wird, breite, tiefe Brust, Brustumfang Idealmaß 178, schräge, stark bemuskelte Schulter, Schultergelenke weit auseinanderstehend
  • Fundament: keine großen, auffallenden Gelenke, Oberarm und Brustkorb stark bemuskelt, Hinterhand kräftig und muskulös, kurze Röhren (Umfang 19 cm), ausgeprägte Sehnen, fast kein Griffelbein, kleine sehr harte Hufe mit sehr wenig seitlicher Neigung, Farbe vorzugsweise schwarz
  • Bewegungsablauf: Schritt mit durchschnittlichem Raumgriff, enorm fleißig, bei sehr gutem Untertritt, Trab mit mittlerem Raumgriff ohne Knieaktion, Galopp rund bei guter Aufrichtung. Alle Gangarten leichtfüßig und trittsicher, dabei bequem zu sitzen
  • Einsatzmöglichkeiten: in den Ursprungsländern als Arbeitspferd an den Rindern eingesetzt, in Deutschland als ausdauerndes Wanderreitpferd und sehr wendiges Westernreitpferd
  • Besondere Merkmale: sehr stark “Ein-Mann”-bezogen, sehr leistungsbereit, äußerst anspruchslos in Haltung und Futter, äußerst gehorsam, sehr langlebig

Fjordpferd

Das Fjordpferd, auch Norweger oder Vestlandpferd genannt, ist ein Kleinpferd und stammt aus Norwegen. Seine Vorfahren sind die asiatischen Wildpferde.
Größe: 132 – 144 cm
Farbe: Falbe in den Schattierungen: Hellbraunfalbe, Braunfalbe. Hellfalbe, Rotfalbe. Farbe: Falbe in den Schattierungen: Hellbraunfalbe, Braunfalbe. Hellfalbe, Rotfalbe, mit Aalstrich, zweifarbigem, silber-schwarzem Langhaar.

Das Gebäude:

  • Kopf: breitflächige Stirn; gerader bis leicht konkaver Nasenrücken; ausdrucksvolle freiliegende Augen; weiter Stand der kleinen Ohren
  • Hals: gut aufgesetzt, zum Kopf hin verjüngend, Ganaschenfreiheit
  • Körper: großlinig; Rechteckformat, große Schulter, gute Sattellage; elastischer Rücken mit guter Verbindung
  • Fundament: trocken, korrekt, mit ausgeprägten, starken Gelenken; harte Hufe in passender Größe
  • Bewegungsablauf: raumgreifend; energische taktreine Grundgangarten mit Antritt und Schub aus der Hinterhand
  • Besondere Merkmale: robust, anspruchslos, ausgeglichen, gelehrig, leistungsstark und langlebig
  • Verwendung: Reit-, Wagen- und Familienpferd; Breitensport, Distanzreiten und Fahrsport

Friese

Das Ursprungsland des Friesen ist die Niederlande.
Diese Rasse erreicht eine Größe von ca. 160 cm.
Farben: Rappe, ohne Abzeichen, lediglich einige weiße Haare auf der Stirn sind erlaubt

Das Gebäude:

  • Kopf: klein; edel; Nasenrücken leicht konkav; großes Auge; zueinandergeneigte, spitze Ohren
  • Hals: kräftig; lang; gebogen; deutlicher Aufsatz
  • Körper: kräftig; breite Brust; kurzer Rücken; leicht abfallende, stark bemuskelte, etwas gespaltene Kruppe
  • Fundament: korrekt; gut entwickelter Oberarm; gesunde Hufe
  • Bewegungsablauf: raumgreifende, schwungvolle Gänge mit viel Schub aus der Hinterhand; Trab mit hoher Aktion
  • Einsatzmöglichkeiten: vielseitige Verwendung als Reit- und Fahrpferd für Sport und Freizeit
  • Besondere Merkmale: freundlich; lebhaftes Temperament; menschenbezogener Charakter; robuste Gesundheit; große Genügsamkeit; starker Kötenbehang; häufig lockiges Langhaar

Huzule

Der Huzule kommt ursprünglich aus der heute zur Ukraine gehörenden Huzulei in den Karpaten; später im gesamten Karpatenraum verbreitet.
Er erreicht als Hengst eine Größe von ca. 135 – 154 cm und als Stute 132 – 143 cm.
Farben: alle Farben, auch Schecken; ausser Schimmel, Stichelhaar und Tigerschecke

Das Gebäude:

  • Kopf: ausdrucksvoll; leicht konkave Profillinie; lebhaftes Auge; Nüstern groß und weit; Ohren nicht zu groß
  • Hals: kurz bis mittel
  • Körper: ziemlich kurze, schrägliegende Kruppe; niedrig angesetzter Schweif; steht im Rechteck; Brustumfang 30 cm über Stockmaß
  • Fundament: trockene Beine; Röhrbeindurchmesser bei Stuten 16 -19 cm, bei Hengsten 17 – 20 cm; große, harte Hufe; leichte Kuhhässigkeit möglich
  • Bewegungsablauf: korrekt, rhytmisch, elastisch
  • Einsatzmöglichkeiten: Freizeitpferd für Kinder und Erwachsene; insbesondere Trecking und Wanderreiten; sehr gutes Wagenpferd; besonders geeignet für Hippotherapie und Rekreation
  • Besondere Merkmale: anspruchslos, ausdauernd, leistungsfähig, sehr guter Charakter, leichttrittig, ausgeglichener Typ, mutig, vorwärtsstrebend, kein Fluchttyp, unermüdlicher Bergsteiger mit großer Trittsicherheit

Isländer

Das Herkunftsland dieses Ponys ist Island. Seine Vorfahren sind in dem Fjordpferd und dem Keltischen Pony zu suchen.

Islandponys wurden 941 n. Chr. Geburt auf der Insel Island zum ersten Male erwähnt. Die Wikingern brachten sie als Trag- und Fleischtiere auf die Insel und wurden reinblütig weitergezüchtet. Reinzucht, da sowohl die Vaterlinie als auch die Mutterlinie unmittelbar bis in das Mutterland Island zurück verfolgt werden können.
Größe: 125 und 140 cm
Farben: alle Grundfarben, alle Abzeichen: keine Tigerschecken

Das Gebäude:

  • Kopf: rassetypisch: passend zur Größe des Pferdes, waches ausdrucksvolles Auge, korrektes, gesundes Gebiss
  • Hals: genügend lang; gut aufgesetzt: natürliche Aufrichtung
  • Körper: Das Gebäude muss harmonisch sein und dem Verwendungszweck eines Gangpferdes entsprechen
  • Fundament: trockene, starke Gelenke: rassetypisch: Abweichungen in gewissem Maß sollen toleriert werden. Der Huf muss zur Größe und zum Typ des Pferdes passen.
  • Bewegungsablauf: Jungpferde an der Hand: erwünscht sind alle Gänge; energisch. raumgreifend. mit Schwerpunkt Tölt.
  • Unter dem Reiter: es muss leicht zu reitender, fließender Tölt gezeigt werden. Entscheidende Selektionsmerkmale sind Tölt bzw. Rennpass
    Das unglaublich harte und zähe Pony besitzt ein ausgezeichnetes Seh- und Orientierungsvermögen, dass es auch heute noch zu einem unverzichtbaren Verkehrsmittel auf der teilweise sehr unwegsamen Insel macht. Neben den drei Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp soll der Isländer in der Lage sein, Pass zu gehen und zu tölten. Der Pass zeichnet sich durch die gleichseitige und gleichzeitige Fußfolge aus, während der Tölt als schnelle Viertaktfolge, aus dem Schritt heraus entwickelt, zu betrachten ist. Der Tölt ist eine äußerst ermüdungsfreie Gangart. Islandponys sind spätreif und sehr langlebig.
  • Besondere Merkmale: starkes, robustes. williges und ausdauerndes Pferd mit gutmütigem Charakter, Charme und leistungsbereitem Temperament
  • Verwendung: Wirtschafts-, Gruben-, Reit-, Freizeit- und Zugpferd

Kabardiner

Der Karbardiner stammt aus dem Kaukasus.
Sein Stockmaß beträgt ca. 145 cm -155 cm.
Farben: Braun, Rappen, wenig Abzeichen

Das Gebäude:

  • Kopf: charakteristisch leicht gebogen (ramsnäsig); Ohren lang, beweglich; Augen mittelgroß, oft mandelförmiger Schnitt; Ganaschen genügend weit
  • Hals: gerade, von mittlerer Länge
  • Körper: fest; trocken; harmonisch; untersetzt (niedriges Gebäude); Langrechteck- bis Quadratformat; Widerrist nicht hoch aber lang; Lende geschlossen; Kruppe leicht abfallend; Schulterblatt mittlere Länge, normale Neigung; Brust tief
  • Fundament: Vorderbeine korrekte Stellung; Hinterbeine trocken, stark, oft säbelbeinig, eng
  • Bewegungsablauf: Schritt fließend; Trab leicht; Galopp rund; insgesamt raumgreifend mit gutem Schub
  • Einsatzmöglichkeiten: Reiten, Fahren, Trekking, Distanzsport
  • Besondere Merkmale: edel, intelligent, leistungsbereit, genügsam, fruchtbar, trittsicher, gutes Orientierungsvermögen

Knabstrupper

Der Knabstrupper kommt aus Dänemark und ist ein Warmblut. Es entstammt den Spanischen Pferden und dem Fredriksborger.
Größe: 155 – 160 cm – als Großpferde-Typ ab 148 cm und als Pony-Typ unter 148 cm.
Farben: Tigerschecken: Volltiger, Schabracktiger, Schneeflockentiger, Weißgeborene und Einfarbige (außer Schimmel)

  • Volltiger: Einfarbiges weißes Fell mit schwarzen, braunen oder roten Punkten, die reingezeichnet und gleichmäßig über Kopf, Hals, Körper und Beine verteilt sind.
  • Schabracktiger: Einfarbiges, schwarzes, braunes oder rotes Fell im Vorderteil des Pferdes. Auf dem hinteren Teil befinden sich schwarze, braune oder rote Punkte auf weißem Grunde.
  • Schneeflockentiger: Schwarzes, braunes oder rotes Fell mit weißen Punkten.
  • Weißgeborene: Weiß geborene Pferde mit oder ohne Melierung oder vereinzelten Punkten.

Das Gebäude:

  • Kopf:
    barocke Typen: kräftig, leicht ramsnasig
    moderne Typen: entspricht den Zuchtzielen des Deutschen Reitpferdes und -ponys
  • Hals:
    barocke Typen: kräftiger, gut bemuskelter Hals mit verhältnismäßig hoher Aufrichtung
    moderne Typen: entspricht den Zuchtzielen des Deutschen Reitpferdes und -ponys
  • Körper:
    barocke Typen: breite Brust, nicht zu langer Rücken; gut abgerundete Kruppe
    moderne Typen: entspricht den Zuchtzielen des Deutschen Reitpferdes und -ponys
  • Fundament:
    barocke Typen: kurz, stark, trocken, gut geformte, harte Hufe
    moderne Typen: entspricht den Zuchtzielen des Deutschen Reitpferdes und -ponys
  • Bewegungsablauf:
    barocke Typen: leicht, frei, getragen, etwas kniehoch
    moderne Typen: entspricht den Zuchtzielen des Deutschen Reitpferdes und -ponys
  • Einsatzmöglichkeiten: für alle Reit- und Fahrzwecke geeignet
  • Besondere Merkmale: umgänglich, freundlich und gelehrig

Konik

Seine ursprüngliche Umgebung sind die Wälder Osteuropas.
Er erreicht eine Größe von ca. 130 cm bis 145 cm.
Farben: Graufalbe mit Abweichungen in Brauntöne; Färbung von Jungtieren und Winterfell heller; Aalstrich, Vorderbeinstreifen und Schulterkreuz sind typisch; Mähne meliert bis dunkel; Kopf meist dunkler als der Körper; Abzeichen sind nicht erwünscht

Das Gebäude:

  • Kopf: trocken; Stirn breit
  • Hals: muskulös; Mähne voll fallend
  • Körper: schräg angesetzte Schulter; gut ausgebildeter Widerrist; tiefer Schweifansatz
  • Fundament: kräftig aber nicht plump; Gelenke kräftig; Beinstellung korrekt; Hufe hart, klein
  • Bewegungsablauf: elastisch; flüssig; Schrittlänge genügend lang; guter Schub aus der Hinterhand
  • Einsatzmöglichkeiten: ideales Freizeitpferd zum Reiten und Fahren; besonders auch für Kinder geeignet; Einsatz zur Landschaftspflege in Form einer Wildbahn möglich
  • Besondere Merkmale: guter Charakter; ausgeglichenes Temperament; Ausdauernd; anspruchslos in der Haltung

Lipizzaner

Der Lipizzaner stammt aus Österreich (Bundesgestüt Piber).
Seine Größe beträgt ca. 153 cm – 158 cm.
Farben: überwiegend Schimmel, seltener Braune oder Rappen

Das Gebäude:

  • Kopf: ausdrucksvoll; breite, flache Stirn; großes Auge; gerade, leicht konvexe Nasenlinie; genügend Ganaschenfreiheit
  • Hals: hoch getragen; gebogene Oberlinie; starker Ansatz
  • Körper: quadratisch bis längsquadratisch, selten rechteckig; schräge Schultern; breite, tiefe Brust; gut geschlossener, muskulöser Rücken; kräftige Lendenpartie; harmonische, gut proportionierte Kruppe
  • Fundament: kurz, stark, trocken mit deutlicher Textur; kräftige Gelenke; kleine, korrekt geformte Hufe
  • Bewegungsablauf: taktvoll, mit genügen Raumgriff; fleißig; energisch; elastisch; Trab mit höherer Knieaktion
  • Einsatzmöglichkeiten: Hohe Schule, Dressur-, Fahrsport, Freizeitpferd
  • Besondere Merkmale: hart; ausdauernd; genügsam; gelehrig; gangfreudig; gehorsam; willig; geduldig; gutmütig

Lusitano

Portugal ist das Herkunftsland des Lusitano.
Seine Größe beträgt bei Hengsten ca. 160 cm, bei Stuten ca. 155 cm.
Farben: Schimmel, Braune, Rappen, sehr selten Füchse

Das Gebäude:

  • Kopf: trocken; mit geradem bis konvexem Profil; wenig ausgeprägte Kieferpartie; leicht gewölbte Stirn; großes Auge; mittellange, feine, schlanke Ohren
  • Hals: mittellang; gut angesetzt; gute Ganaschenfreiheit
  • Körper: muskulös; kräftiger, breiter, oft nicht sehr ausgeprägter Widerrist; tiefe, muskulöse Brust von mittlerer Weite; lange, schräge Schulter; fast gerader Rücken mit kurzer, ausgeprägter Lendenpartie; kräftige Kruppe, Länge und Breite fast identisch; konvexes Profil
  • Fundament: deutlich bemuskelt; längliche, trockene Fessel; ausgeprägte Hinterhand mit geschlossener Winkelung
  • Bewegungsablauf: raumgreifend; elastisch mit gut untertretener Hinterhand
  • Einsatzmöglichkeiten: Freizeit; Dressur mit besonderer Eignung für “Hohe Schule”; Jagd; Fahren; Herdenarbeit; Stierkampf
  • Besondere Merkmale: mutig, edel, gutmütig, sanft, besondere Veranlagung für versammelte Lektionen

Mangalarga Marchador

Diese Pferderasse stammt aus Brasilien.
Die Größe schwankt bei Stuten zwischen 140 cm und 154 cm, bei Hengsten zwischen 147 cm und 157 cm.
Farben: alle außer Albinos

Das Gebäude:

  • Kopf: mittelgroß; ausdrucksvolles Auge; große, bevorzugt mit den Spitzen nach innen geneigte Ohren; gerades bis subkonkaves Profil
  • Hals: gut angesetzt, mittellang; gute Ganaschenfreiheit; kein Speckhals; kein Unterhals
  • Körper: ausgeprägter Widerrist; schräge Schulter; gute Brusttiefe; kurzer bis mittellanger, muskulöser Rücken; muskulöse, kurze Lende; lange Kruppe; gut angesetzter Schweif
  • Fundament: eher leicht; trocken und korrekt; Hufe mittelgroß, fest und dunkles Horn
  • Bewegungsablauf: töltähnlicher Gang; leichte Passverschiebung tolierbar; flache Aktion; mit viel Raumgriff; Schritt mit genügend Raumgriff; akzentuierte Galoppade; taktreiner Trab
  • Einsatzmöglichkeiten: Familienfreizeitpferd mit guter Eignung zum Wander- und Distanzreiten
  • Besondere Merkmale: ausdauernd; nervenstark, aber sensibel und menschenbezogen; gelehrig, arbeitswillig; gutmütigen Charakter

Caballo de Paso

Seine Herkunft ist Lateinamerika, dort kommt er in Argentinien, Ecuador, Costa Rica, Panama vor.
Er wird ca. 140 – 155 cm groß.
Farben: alle Farben, auch Schecken

Das Gebäude:

  • Kopf: trocken; gerades bis leicht konvexex Profil; grosse Augen; mittlere bis lange Ohren; flache breite Stirn
  • Hals: hoch angesetzt mit konvexer Ober- und gerader Unterlinie; lange, dichte Mähne
  • Körper: gut proportioniert; lange Schulter mit ausgeprägtem Widerrist; starke leicht abfallende Kruppe; tiefer Schweifansatz
  • Fundament: gut bemuskelte, trockene Beine; harte Hufe, wenig Kötenbehang
  • Bewegungsablauf: alle Gangarten fördernd, energisch und taktklar; Termino oft anged
  • Einsatzmöglichkeiten: Wanderreiten, Gangpferdeturniere, Familienpferdeutet, aber nicht angestrebt. Der Vielseitige unter den Pasopferden
  • Besondere Merkmale: freundliches, kooperatives Wesen, aufmerksame Reaktionsbereitschaft, Nervenstärke und Brio

Shire Horse

Dieses Pferd stammt aus Großbritannien.
Die Größe: Hengste: ab 165 cm, Stuten: ab 163 cm.
Farben: Rappe; Braune; Schimmel; keine Füchse; Stichelhaare nur bei Stuten; keine übermäßig großen Abzeichen am Kopf

Das Gebäude:

  • Kopf: nicht zu stark ausgeprägtes Jochbein; großes, ausdrucksvolles Auge; große, offene Nüstern; leicht ramsnasiges Profil; Ohren genügend lang
  • Hals: lang; gut aufgesetzt; gebogen
  • Körper: lange, kräftige Schulter; kurzer Rücken; geschlossene Lendenpartie; gut bemuskelte, lange, leicht abfallende Kruppe; breite Brust; tiefe, runde Rippung; nicht zu dichtes, seidiges, glattes Langhaar; gut angesetzter Schweif
  • Fundament: trocken; hart; kurzes Röhrbein; breite Gelenke; breite, harte Hufe mit starken Hufwänden; genügend lang gefesselt
  • Bewegungsablauf: kraftvoll mit viel Aktion; raumgreifender Schritt
  • Einsatzmöglichkeiten: Repräsentationsgespanne, Land- und Forstwirtschaft
  • Besondere Merkmale: gutmütiger, starker Charakter

Tersker

Der Tersker stammt aus Russland, genauer Nordkaukasus.
Seine Größe variiert bei 145 cm – 165 cm.
Farben: Schimmel; Rapp- oder Fuchsschimmel, Füchse selten

Das Gebäude:

  • Kopf: klein bis mittelgroß; gerades oder leicht gebogenes Profil; hohe, breite Stirn; kleine Ohren; große, dunkle, ausdrucksvolle, weitauseinanderstehende Augen; große, tiefe Ganaschen; besonders ausgeprägte Merkmale in der Nüsternpartie
  • Hals: gut angesetzt, mittellang, geschwungen muskulös
  • Körper: gleichen in ihrem Exterieur den Arabern
  • Fundament: lange, schräge Schulter; trockene, sehnige, muskulöse Beine; große Hufe
  • Bewegungsablauf: leichter, elastischer, schwebender und trittsicherer Gang
  • Einsatzmöglichkeiten: ideales Freizeit- und Familienpferd; begabt für Dressur, Springen, Vielseitigkeit, Distanz; lässt sich auch gut einspannen; durch seine Intelligenz, Lern- und Leistungsfähigkeit wird es auch im Zirkus verwendet
  • Besondere Merkmale: außergewöhnlicher Gleichmut; hohe Fruchtbarkeit und Lebensfähigkeit

Orlow-Traber

Dieses Pferd stammt aus Ostrow/ Russland.
Seine Mindestgröße beträgt 162 cm.
Farben: Schimmel, Braune, Rappen

Das Gebäude:

  • Kopf: ausdrucksvoll
  • Hals: gut proportioniert in der Länge, hoch angesetzt, bei Hengsten entsprechend stark ausgeprägt
  • Körper: breite Brust; hoher Widerrist; langer etwas gerader Rücken; hoch angesetzter Schweif
  • Fundament: lange Beine; leichter Fesselbehang; kräftig (Rührbeinstärke ab 20 cm)
  • Bewegungsablauf: energischer, raumgreifender und ausdauernder Trab, mit viel Schub aus der Hinterhand
  • Einsatzmöglichkeiten: bevorzugt für den Fahrsport und Freizeitpferd
  • Besondere Merkmale: robustes, hartes Rennpferd mit überdurchschnittlicher Trabmechanik

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3 Antworten auf Besondere Pferderassen – Criollo, Knabstrupper und Co.

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