Achtung giftig - Jakobs-Kreuzkraut oder auch Jakobs-Greiskraut
Von:
ElkeIL, am
13.12.2009
| |
140 gramm sind für Pferde tödlich!!
Auch bekannt unter Jakobs-Greiskraut, Spinnenkraut, Krötenkraut und Zehrkraut.
Jetzt im Juli und August wird man mit Sicherheit das Kraut auf Wiesen, Waldrändern und Straßenborden finden. Es sieht schön aus - das leuchtend gelbe Kraut, das jetzt auf vielen Weiden blüht. Es wird am Anfang auch gern mit Löwenzahn verwechselt. Es ähnelt der Kamille, nur sind ihre Blüten nicht weiß sondern gelb und es riecht leicht süßlich. Weil in diesem Jahr der April recht heiß und trocken war konnte sich das Kreuzkraut auch prächtig entwickeln. Die junge Pflanze und die Blüten weisen einen hohen Giftigkeitsgrad auf. Für eine tödliche Dosis reicht schon 140 Gramm für Pferde aus. Wenn man bedenkt, dass ein Pferd ca. 30 Kilo Frischfutter und etwa 7 Kilo Heu am Tag frisst, kann so schnell eine Menge an Giftstoffen aufgenommen werden, welche für das Pferd gesundheitsgefährdend sind, sollte die Wiese stark von Kreuzkraut bewachsen sein. Besonders giftig sind die jungen Blattrosetten die unauffällig in der Wiese stehen. Besondere Vorsicht ist auch geboten, wenn der Pferdehalter auf diesen Flächen Heu macht. |
Der abschreckende Geruch des Kreuzkrautes verliert sich im getrockneten Zustand aber nicht der Alkaloidgehalt. Mit dem Heu ist es sehr schnell möglich, dass diese Futtermengen aufgenommen werden.
Da alle Teile des Kreuzkrautes die giftigen leberschädigenden Pyrrolizidinalkaloide enthalten, wird es natürlich von Landwirten und Pferdehaltern nicht gern gesehen. Diese Alkaloide bleiben bei Konservierung im Heu oder der Silage voll wirksam. Auch schon kleine Dosen schädigen die Leber dauerhaft, so dass eine Vergiftung der Leber auch über Jahre möglich ist. Das Kraut kann bei Wiederkäuern und insbesondere bei Pferden längerfristig zu ernsthaften Erkrankungen bis hin zum Tod führen. Früher wurde das Jakobs-Kreuzkraut als Heilpflanze benutzt, heute wird es wegen seiner Giftigkeit nicht mehr als Heilpflanze verwendet.
Verbreitung: Wiesen, Gärten, sonnige Hänge, Wald- und Wegränder
Beschreibung: 30 - 100 cm hohe Pflanze
Blütezeit: Juli bis August
Blätter: rechtwinklig abstehend, fiederteilig
Blüten: Zungen- und Röhrenblüten, 15 bis 20 mm breite Körbchen
Giftige Teile: die gesamte Pflanze, die Blüten weisen die höchste Konzentration an Alkaloiden auf, junge Pflanzen sind am giftigsten
Gefährlichkeit: äusserst giftig, auch in Heu und Silage
Wirkung: steigernde Schädigung der Leber
Symptome: Appetitlosigkeit, Taumeln, Dummkoller, blutiger Durchfall, häufiges Gähnen, Unruhe, Blindheit, Kopfpressen, Nervenschädigung, Leberschädigung hepatisches Koma, Tod.
Therapie: Bei chronischer Vergiftung wenig Heilchancen, bei akuten Fällen ist eine Behandlung aussichtslos, die Tiere verenden manchmal erst nach mehreren Monaten.
Zurück zur News-Liste Aufrufe: 2980 |