Das Cushing-Syndrom beim Pferd
Von:
ElkeIL, am
14.09.2006
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Immer häufiger kann man das Cushing-Syndrom auch bei Western-Pferden beobachten. Immer wieder wird das Cushing-Syndrom nicht als solches,( wegen der vielfältigen und wenig typischen Anzeichen), erkannt. Abmagerung, Kreislaufprobleme, Hufreheschübe sind nur einige Beispiele.
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Das Cushing-Syndrom ist ein Überschuss an glucocorticoiden Hormonen, die in verschiedenster Weise fast alle Organe beeinflussen. Häufiges Saufen und vermehrte Harnausscheidung gehören zu den ersten Anzeichen, die allerdings oft unbemerkt bleiben. Bei älteren Pferden (15 bis 30 Jahre) ist das Cushing-Syndrom häufiger zu beobachten als bei jüngeren oder Fohlen. Es findet sich ein gestörter Kohlenhydrat- und Proteinstoffwechsel in Form eines erhöhten Blutzuckerspiegels, der durch das Insulin aus der Bauchspeicheldrüse nicht mehr reguliert werden kann. Der gestörte Stoffwechsel führt zu Muskelschwund, welcher sich vor allem an Kruppe und Oberschenkeln zeigt. Ebenfalls zeigt sich im Frühstadium oftmals ein abnorm dichtes Haarkleid, es ist länger, dichter und häufig auch gelockt. Der Fellwechsel im Frühjahr und Herbst wird dann gar nicht oder nicht vollständig durchgemacht. Das Pferd behält den ganzem Sommer durch sein dichtes Fell wie im Winter. Die Ursache für das starke Fellwachstum ist noch nicht geklärt.
Auch können gelegentlich Sehstörungen, vermehrtes Schwitzen (vor allem Nachts), Koliken und Hufreheschübe auftreten. Trotz vermehrter Futtergabe magern die Pferde ab, obwohl sie an anderer Stelle z.B. über den Augen, über der Kruppe, am Widerrist, in Folge von Fettverteilungsstörungen, Fettpolster ansetzen. Cushing-Pferde sind Infektanfälliger für Atemwegs-Infekte oder Parasitenbefall, auch kleinere Wunden heilen nicht so schnell, weil der Stoffwechsel nicht normal funktioniert.
Pferde, die an einem Cushing-Syndrom leiden, erhalten pro Tag eine Tablette Pergolid (kommt aus der Humanmedizin) und in der Regel bilden die Pferde nach ca. sechs bis acht Wochen wieder ein völlig normales Haarkleid, auch der Fellwechsel funktioniert dann wieder. Da dieses Medikament keine wesentliche Nebenwirkung besitzt, ist eine Behandlung der Pferde bis an ihr Lebensende problemlos möglich.
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