Monty Roberts Deutschland Tour -- am 10.05.06 in Werder
Von:
elke, am
22.06.2006
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Etwas skeptisch bin ich nach Werder nahe Berlin gefahren.
Würden meine Erwartungen erfüllt werden? Ich hatte bis jetzt jedes seiner Bücher verschlungen und mein Fohlen, fast ausschließlich, nach seiner Methode erzogen.
Böse Zungen, die von verängstigten und verschwitzten Pferden sprachen, von Augenwischerei, da das Pferd beim Besitzer ja wieder dieselben Macken hatte ….
Nun ja, ich würde es sehen und ich sah … und staunte. |
Meine Erwartungen wurden übertroffen. Es wurden uns 6 Pferde vorgestellt. Mit dabei war auch Frau Andrea Kutsch, (http://www.andreakutsch.de/), eine ehemalige Schülerin von Herrn Roberts, die hier in Deutschland ein Ausbildungszentrum gegründet hat.
Ein junges Pferd wurde innerhalb von 25 Minuten von Andrea Kutsch zum Einreiten vorbereitet und auch noch geritten. Alles lief ganz ruhig und locker ab, kein verschwitztes und verängstigtes Pferd – im Gegenteil statt den Round Pen zu verlassen, wälzte sich das Pferd erst einmal in aller Ruhe.
Das zweite Pferd hatte fürchterliche Angst vor der Trense. Es musste früher mit Fahrradkette im Maul laufen … Es war erstaunlich – auch das bekam er hin – mit einer erstaunlichen Ruhe und Gelassenheit, hatte das Pferd zum Schluss 3 Trensen im Maul und das ganz entspannt! Positiv fand ich dass Mr. Roberts nie sagte, ich schaff das in wenigen Minuten, sondern jedes Mal betonte er, das er es vielleicht schaffen könnte und man konnte merken, dass es keinen Zeitdruck gab.
Das dritte Pferd war ein Buckler, das niemanden auf seinen Rücken duldete. Nach dem Join up wurde auf dem Sattel des Pferdes ein Dummie festgebunden. Ein Reiter, den das Pferd nicht runterbuckeln konnte. Nachdem es also merkte das es mit buckeln nicht weiterkommt, der Dummie einfach sitzen bleibt, setzte sich ein sehr guter Reiter drauf. Dieser Reiter vermittelte durch seine Ruhe schon – ich habe keine Angst, du kannst ruhig buckeln, ich bleib oben – ein angstloser Reiter – da vergeht den meisten Pferden das buckeln. So trug dieses Pferd zum ersten Mal einen Reiter in allen Gangarten ohne zu buckeln.
Das vierte Pferd war wieder ein junges Pferd zum Einreiten – diesmal gearbeitet von Herrn Roberts, was er mit viel Humor machte. Hier wälzte sich das Pferd schon bevor es überhaupt zu arbeiten anfing. Auch hier hatte das Pferd innerhalb von 25 Minuten den Reiter akzeptiert.
Die Art wie er mit den Pferden umgeht, wie er sich nicht aus der Ruhe bringen lässt, wenn es vielleicht doch nicht auf Anhieb klappt – man muss es gesehen haben.
Das 5. und 6. Pferd hatte Probleme mit dem Hänger, die natürlich von Herrn Roberts und Frau Kutsch gelöst wurden, aber auch hier mit der Aussage, wenn der Besitzer nicht bereit ist die Pferdesprache zu erlernen und wieder die gleichen Fehler macht – das Problem wieder da ist.
Zwischendurch gab er immer wieder Autogramme und zeigte dass er auch mit dem Rope (Lasso) umgehen kann. Er hatte früher zahlreiche Meisterschaften u. a. auch im Team Roping gewonnen.
Die Show fing um 18.30 Uhr an und endete um 22.30 Uhr und immer hatte er noch Zeit für Autogramme und für ein Gespräch.
Abschließend kann ich sagen dass es ein gelungener Abend war, den ich jedem Pferdeliebhaber guten Gewissens empfehlen kann.
Übrigens ist mein „Fohlen“ mittlerweile 3 Jahre alt und wurde mittlerweile angeritten – bis jetzt ohne Buckler oder sonstige dramatische Zwischenfälle. Dank des Dually-Halfters dass ich auch bei der Bodenarbeit immer benutzte reagiert sie beim Reiten exakt auf die Hilfen und lässt sich bis jetzt auch damit reiten. Ich hoffe es geht so positiv weiter, ansonsten kann man sich ja hier in Deutschland, von Frau Kutsch Hilfe holen …
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