Jungs und Pferde - Männer im Reitstall

Von: ElkeIL, am 25.01.2010


Für Jungs scheint das Glück der Erde nicht auf dem Rücken der Pferde zu liegen, eher wohl auf dem Fussballplatz oder im Formel-I-Wagen.

Mädchen und Frauen wohin er blickt! Schon vom ersten Tag, an dem der Junge den Stall betritt, trifft er eine Überzahl von Mädchen, die sich über seine ungeschickten Bemühungen kaputtlachen. Da wird gebürstet, geputzt, gestreichelt, eben der weibliche Brut- und Pflegetrieb. Und dann steht in der Mitte der Reitbahn schon wieder eine Frau, denn auch bei den Reitlehrern überwiegt inzwischen das weibliche Geschlecht.


Hinzu kommt, dass die Mädchen kichernd die ungeschickten Reitversuche des Jungen kommentieren - für viele Jungen ein unerträgliches Szenario.
Und dann die Kumpels! Wer lieber in den Reitstall geht als zum Bolzplatz, wird schnell als Weichei abgestempelt. ...und die uncoolen Klamotten!!

Auch sieht man vorwiegend Mädchen schmusend mit ihren Pferden, kann es für einen Jungen attraktiv sein sein Pferd zu küssen?
Im Alter von drei bis sechs Jahren haben Jungen und Mädchen noch die gleiche Herangehensweise an die Pferde/Ponys, doch sobald die Kinder in die Schule kommen, trennen sich die Wege. Die Mädchen bleiben meist dabei und die Jungen wollen lieber Fussballspielen oder Rennfahrer werden.

Es gibt kein Patentrezept, wie der Pferdesport sein muss, damit auch Jungs daran Spass haben. Beim Westerneiten allerdings ist das Problem des fehlenden männlichen Nachwuchses wesentlich geringer, das liegt daran, dass Westernreiten einfach "cooler" ist und sich auf die Arbeitsreitweise der Cowboys bezieht. Und auch beim Fahrsport überwiegt noch das männliche Geschlecht. Das Fahren erfüllt viele Kriterien, die von der männlichen Jugend geschätzt werden: Geschwindigkeit, Aktion, Rasanz und Gruppenerlebnis.

Vielleicht helfen einige Tipps, reiten und der Umgang mit dem Partner Pferd für Jungen reizvoller zu gestalten.

- damit sie sich nicht ständig mit Mädchen vergleichen müssen, sollten sie in eigenen Gruppen unterrichtet werden.
- Jungs brauchen männliche Vorbilder, an denen sie sich orientieren können
- die Ausbildung sollte vielseitiger und mit viel "action" verbunden sein
- und vielleicht werden im Reitstall auch noch andere Aktivitäten angeboten.

Auch eine nicht unwichtige Rolle spielt die Ausstrahlung und die Ideenvielfalt der einzelnen Ausbilderpersönlichkeiten.

Statistisch gesehen:
Ein Junge und neun Mädchen - so sieht es in deutschen Reitställen aus.


Weitere News-Artikel Andalusien: Edle Pferde unter spanischer Sonne
Reiten im Harz - zwischen Innerstetalsperre und Wolfshagen im Harz - aber nicht ohne mein Navi
Mit bunten Ideen gegen den Winter-Blues

Zurück zur News-Liste Aufrufe: 1586 |

Nur angemeldete Benutzer dürfen Kommentare verfassen. Zur Registrierung/Anmeldung
Bildergalerie
Termine
Buchtipps