Giftpflanzen - Vorsicht : Vergiftung bei Pferden durch Pflanzen

Von: ElkeIL, am 10.10.2007


Gerade nach dem Winter sind unsere Pferde gierig auf alles Grüne. Sie besitzen nicht den siebten Sinn! Bei Verdacht auf eine Vergiftung muss unbedingt der Tierarzt gerufen werden.

Roter Fingerhut

Der rote Fingerhut wächst in Waldnähe, man kann ihn an seiner Blattrosette erkennen, er blüht erst im zweiten Jahr und manchmal stehen verholzte Blütenstengel in der Nähe.
Schon 100 bis 200 Gramm können zum Herzstillstand führen.

Pfaffenhütchen

Im Frühling blüht das Pfaffenhütchen mit unscheinbaren weißen Blüten, im Herbst trägt es orange-violette Früchtchen.
Schon 700 bis 900 Gramm sind für ein Pferd tödlich.

Herbstzeitlose

Die Herbstzeitlose blüht im Herbst auf feuchteren Wiesen zartviolett. Im Frühling erscheinen nur zwei Blätter mit Fruchtkapsel. Sollten die Blätter vor dem Verwelken ins Heu gelangen, so verlieren sie nicht ihre Giftstoffe, also auch an eine Vergiftung durch das Heu denken.
1,2 Kilogramm der Frischpflanze ist für das Pferd tödlich.

Goldregen

Der Goldregen steht häufig in Gärten. Im Mai blüht er mit goldgelben Blütentrauben, die Blätter sehen aus wie die eines großen Kleeblattes. Die Samen können im Herbst durch den Wind auch auf Pferdeweiden geweht werden und behalten auch so weiterhin ihre Giftwirkung.
Schon 250 Gramm der Samen sind tödlich.

Robinie

Die Robinie trägt weiße Blütentrauben und ist ein dorniger Baum. Vor allem in Gärten und Parks aber auch angepflanzt in Wäldern kommt sie vor. Besonders die Zweige und die Rinde der Robinie sind giftig. Schon allein das Anbinden des Pferdes an eine Robinie kann tödlich enden. Auf keinen Fall sollte der Weidezaun aus Robinienholz bestehen.
Schon 150 Gramm dieser Pflanze kann tödlich sein.

Beereneibe

Die Beereneibe ist eine der giftigsten Pflanzen für Pferde überhaupt. Häufig ist die Beereneibe in Gärten und Parks als Hecke gepflanzt. In der Natur finden wir die Eibe recht selten und sie steht unter Schutz. Im Herbst blüht die Eibe mit roten Beeren.
Schon 100 bis 200 Gramm dieser Pflanze, also ein kleiner Zweig, ist tödlich.

Sollten sie ihr Pferd einmal mit einer Giftpflanze im Maul erwischen, so ziehen sie sie heraus, damit der verständigte Tierarzt beurteilen kann welches Gegenmittel er benötigt. Eine Vergiftung kann sich beim Pferd durch vielfältige und auch gegensätzliche Körperreaktionen äußern und ist schwierig zu diagnostizieren, sollten keine Pflanzenreste zu finden sein. Besteht jedoch ein Verdacht, braucht das Pferd unbedingt Ruhe und viel Wasser, bitte nichts zum Fressen geben.



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