Der Hahnenfuß – auch Butterblume genannt – für Pferde giftig

Vorsicht giftig! Fressen Pferde den Hahnenfuß, kann es zu Vergiftungen wie Schwellungen der Schleimhäute, Reizungen und Entzündungen im Magen-Darm-Bereich, Lähmungen der Atemwege und Durchfall kommen. Der Hahnenfuß blüht hierbei von Mai bis Oktober- eine Zeit also, in der man besonders vorsichtig sein sollte.

Hahnenfuß – was ist das?

Der Hahnenfuß kann auf jeder Weide wachsen und muss daher extra entfernt werden.

Zu den giftigen Hahnenfußarten gehören Scharfer Hahnenfuß, Brennender Hahnenfuß, Knollen-Hahnenfuß und Gift-Hahnenfuß. All diese Arten haben goldgelbe Blüten mit fünf Blütenblättern und sind sowohl für Tiere als auch für Menschen giftig. Der gesamte Hahnenfuß ist giftig, er wächst auf feuchtem Boden, auf Wiesen und Weiden, an Straßen- und Wegrändern und bildet dort Inseln. Häufig trifft man ihn auf Pferdeweiden, wobei die Pferde allerdings instinktiv und geschickt das Gras drum herum wegknabbern und hierbei die giftige Pflanze auslassen. Jedoch gibt es immer wieder überhungrige Pferde, die in ihrer Fresssucht auch den Hahnenfuß nicht auslassen. Auch für Ziegen, Kühe, Rinder und Nager ist der Hahnenfuß giftig. Hierbei liegt der höchste Giftgehalt in der Blüte. Dies ändert sich gedoch, sobald  der Hahnenfuß getrocknet ist (Heu): Hier verlieren die Blüten ihren Giftgehalt und können somit danach bedenkenlos verfüttert werden.

Folgen: was passiert wenn mein Pferd Hahnenfuß frisst?

Auch beim Wälzen können durch den Kontakt mit der giftigen Pflanze Hautrötungen und Juckreiz entstehen.

Als wichtigsten Wirkstoff enthält Hahnenfuß das Protoanemonin, welches stark reizend auf Haut- und Schleimhäute wirkt. Wird die Pflanze berührt beginnt sie diesen Wirkstoff frei zu setzen. Die Haut, die mit diesem Gift in Verbindung kommt rötet sich, es tritt ein brennender Schmerz sowie Blasenbildung auf (Hahnenfußdermatitis). Durch Pflücken der Pflanze oder durch das bloße Liegen kann es zu Hautirritationen  wie Juckreiz oder Rötungen kommen. Auch ist das Gift in der Lage durch die Haut zu dringen: befindet es sich erst einmal im Inneren des Körpers sind Brennen im Mund und Rachen, Reizungen der Magen- und Darmschleimhäute sowie Krämpfe und Durchfälle die Folge. Im schlimmsten Fall kann der giftige Stoff zudem das Nervensystem befallen.

Was tun gegen den Hahnenfuß?

Bereits 5 % Bedeckungsgrad mit Scharfem Hahnenfuß und 10 % Bedeckungsgrad mit Kriechendem Hahnenfuß gelten als gesundheitsgefährdend. Daher ist es also wichtig, dass er breitflächig von der Weide verschwindet. Allerdings kann dies mitunter ein wenig schwierig werden, einige Möglichkeiten aber um den Hahnenfußbefall auf der Weide in den Griff zu bekommen ist ein Vielschnitt, da der Hahnenfuß viel Mähen nicht verträgt.  Zudem kann eine Stickstoffdüngung mit Kalkstickstoff Hilfe verschaffen, hierbei muss man allerdings vorsichtig vorgehen und sich am besten vorher noch einmal genau bei einem Landwirt informieren. Das Einsäen von anderen Pflanzen wird allerdings weniger Abhilfe verschaffen, da der Hahnenfuß eine recht konkurenzfähige Pflanze ist.

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