Ausritt mit Brockenblick im Harz – Wanderreiten im Harz

Um einen wunderschönen Ausritt zu machen, muss man gar nicht weit weg fahren – schon gar nicht wenn man in der Nähes des Harz wohnt! Hier einen Erfahrungsbericht über einen traumhaften Ausritt auf den Maltermeister Turm – mit Brockenblick!

 

Im Überblick

  • Startpunkt: Goslar-Oker, Hof Willgerodt
  • Streckenlänge: ca. 24 km
  • Dauer: 4,5 Std.
  • Einkehrmöglichkeit: Maltermeister Turm
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Voraussetzungen: harte Wege, daher Beschlag nötig, gute Kondition wird benötigt, ca. 400 Höhenmeter sind zu überwinden

Der Weg

Auf geht’s mit den Pferden zum Maltermeister Turm in Goslar. Doch weil wir den direkten Weg kennen und lieber die Harzer Berge entdecken wollen, reiten wir dies mal einen Umweg. Der hat es in sich, denn etwa 2 ½ Stunden ging es nur bergauf. Belohnt wird man dabei aber mit Blicken ins Harzvorland.

Von Oker aus ging es erst mal Richtung Sudmerberg. Am Ginsterbusch überquerten wir die Hauptstraße, um uns in Richtung Segelflugplatz in die Natur zu begeben. Unsere Lieblingswiese direkt hinter der Hauptstraße erwartete uns und unsere Pferde genossen  den ersten Galopp des Tages.

Weiter ging es Richtung Berufsförderungswerk und von dort auf den Kaiserweg. An der ersten Weggabelung hielten wir uns rechts und schlängelten uns so oberhalb des Tals am Hang entlang hinauf auf die Berge. Leider war der Weg an vielen Stellen hart und steinig. Nichtsdestotrotz gab es aber auch gute Abschnitte, die unsere Pferde zum flotten Trab oder Galopp ausnutzten. In den Schrittphasen genossen wir einfach die Landschaft. Die dichten Fichtenwälder gaben Schatten, immer mal wieder bot eine Lichtung einen tollen Blick in das Harzvorland. Steilhänge links und rechts gaben fast ein Gefühl in den Alpen zu reiten.

Am höchsten Punkt angekommen, unterhalb des Sidekums auf etwa 600 Metern Höhe,

Herrliche Ausblicke auf den Brocken

hätte es mich beinahe in eine Pfütze geschmissen. Aber netterweise bleibt mein Pferd stehen, wenn ich ins Wackeln komme. So auch an diesem Tag. Obwohl: Die Abkühlung hätte ich wohl verdient und ein schönes Foto für diesen Bericht hätte es auch gegeben… Von hier aus wären es nur noch 7 Kilometer bis Schulenberg. Aber das sparen wir uns für den nächsten Ritt auf.

Stattdessen genossen wir kurze Zeit später einen beeindruckenden Blick auf den Brocken. Der höchste Berg des Harzes lag vor uns in der Sonne. Einfach nur schön. Hier trafen wir auch den ersten Menschen während unseres Rittes. Ein Mountainbiker genoss ebenfalls den Blick.

Ausblick nach Goslar

Vorbei an der Waldschrathütte ritten wir Richtung Rammseck. Dieser Aussichtspunkt am Rammelsberg weit oberhalb des gleichnamigen Erzbergwerks bietet einen traumhaften Weitblick auf die ehemalige Kaiserstadt Goslar, die Harzer Berge und das Harzvorland. Besonders schön ist es hier oben zur Zeit der Rapsblüte. Leider hat uns eine Hornisse diesen Moment vermiest. Denn sie hatte es sich mal eben auf dem Hintern unserer Friesenstute bequem gemacht. Die Pferde waren ruhig, aber ich nicht. Also blieb uns nichts übrig, als diesen schönen Ort ‚fluchtartig’ zu verlassen.

Nun ging es an den Abstieg. Die ganze Zeit ritten wir auf einem schmalen, aber gut befestigten weichen Weg bergab. Er schlängelte sich wieder am Hang lang. Interessant ist es, wie weit Geräusche aus dem Tal nach oben klingen. Einige Male dachte ich, wir müssten schon längst unten sein. Weil wir auf dem schmalen Weg blieben und nicht auf die

Pause am Maltermeister Turm

Forststraße wechselten, mussten wir zwischendurch noch mal querfeldein. Es lagen kurz vorm Maltermeister Turm einige Bäume quer.

Am Maltermeister Turm teilten wir uns dann mit den Pferden eine Apfelschorle, bevor es zurück ging. Auf dem Wanderweg oberhalb von Goslar vorbei an der Drachenfliegerweise ging es zurück zum Berufsförderungswerk, wo sich der Kreis unseres Rittes schloss. Auf den letzten Metern genossen wir noch den Blick auf die schöne Stadt.

Fazit

Wenn auch die Wege recht hart waren, so war es doch ein wunderbarer Ritt mit tollen Landschaftserlebnissen. Wir haben nur wenig Menschen in den Wäldern getroffen und konnten so einfach unsere Freizeit genießen. Vielleicht reiten wir den Weg auch einmal anders herum. Denn der Waldweg zum Rammseck und dahinter bis zur Waldschrathütte ist durchaus einladender für einen Galopp, als unser erster Teil der Strecke.

Weitere Infos über den Harz:

 

Über Miriam

Kleine Harz-Hexe und absoluter Pferdenarr. Es gibt kaum etwas schöneres, als gemeinsam mit Partner und Pferd die Welt zu entdecken. Spannende Themen rund um Pferde, Rassen und Reitweisen sind meine Leidenschaft.
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